{"id":1542,"date":"2022-11-23T11:43:35","date_gmt":"2022-11-23T10:43:35","guid":{"rendered":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/?page_id=1542"},"modified":"2024-04-07T16:54:07","modified_gmt":"2024-04-07T14:54:07","slug":"press-releases","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/press-releases\/","title":{"rendered":"Press Releases"},"content":{"rendered":"\n<section id=\"gm73e30b8\" class=\"wp-block-gutentor-m4 section-gm73e30b8 gutentor-module gutentor-advanced-columns\"><div class=\"grid-container\"><div class=\"grid-row\">\n<div id=\"col-gmc4171e\" class=\"wp-block-gutentor-m4-col col-gmc4171e gutentor-single-column  grid-lg-12 grid-md-12 grid-12\"><div id=\"section-gmc4171e\" class=\"section-gmc4171e gutentor-col-wrap\">\n<div id=\"section-gcab3b8\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-gcab3b8 gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><h2 class=\"gutentor-text\">Press Releases<\/h2><\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"section-gf6b179\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-gf6b179 gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><h3 class=\"gutentor-text\">Zur Auseinandersetzung um das Projekt Kaiserpfalzquartier in Goslar und die heutige Stellungnahme der Stadt erkl\u00e4rt World Heritage Watch:<\/h3><\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"section-g99fe24\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-g99fe24 gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><p class=\"gutentor-text\"><strong>Berlin, 5. April 2024 <\/strong><br><br><strong>1.) <\/strong>In unserer Presseerkl\u00e4rung vom 3. April haben wir uns sachlich zu drei Punkten ge\u00e4u\u00dfert und unserer Verwunderung dar\u00fcber Ausdruck gegeben, dass diese nicht von der Jury der Architektenwettbewerbe ber\u00fccksichtigt wurden. Die Kommunikation mit dem UNESCO-Welterbezentrum und seiner Beraterorganisation ICOMOS International war nicht Gegenstand unserer Presserkl\u00e4rung. Auf unsere Argumente ist bisher die Stadt in der Sache nicht eingegangen, sondern hat nur zur Rechtfertigung der Entscheidung der Jury angef\u00fchrt, dass diese ja von der UNESCO bzw. ICOMOS gutgehei\u00dfen worden sei.<br><br><strong>2.)<\/strong> Tatsache ist, dass im Wettbewerb f\u00fcr das Kaiserpfalzquartier die wirtschaftlichen Anforderungen (sprich: die Renditeerwartungen) des Investors zur Vorgabe gemacht worden sind, w\u00e4hrend die Belange des Denkmalschutzes demgegen\u00fcber nachrangig gewertet wurden. Mit Berufung auf diese Vorgabe wurde z.B. die von 5.500 m\u00b2 im Jahr 2016 auf 7.200 m\u00b2 im Jahr 2018 f\u00fcr das Hotel vergr\u00f6\u00dferte Baufl\u00e4che hingenommen und gegen\u00fcber der UNESCO vertreten, die diese Vergr\u00f6\u00dferung hinterfragt hatte.<br><br>Mit der Akzeptanz der mit der Rentabilit\u00e4t des Hotels begr\u00fcndeten Anforderungen des Investors als Vorgabe f\u00fcr den Wettbewerb hat sich die Stadt auch f\u00fcr die Zukunft in dessen H\u00e4nde begeben, denn es ist angesichts rasanter Kostensteigerungen im Baugewerbe nicht unwahrscheinlich, dass sich dessen Berechnungen ein weiteres Mal \u00e4ndern und dann Forderungen nach einer weiteren Vergr\u00f6\u00dferung der Baufl\u00e4che erhoben werden, die Grenzen des von ICOMOS tolerierbaren \u00fcberschreiten werden. Dann w\u00fcrde das ganze Projekt pl\u00f6tzlich auf der Kippe stehen.<br><br><strong>3.) <\/strong>Tatsache ist ferner, dass die Stadt ihre Mitteilungspflicht nach \u00a7172 der Durchf\u00fchrungsbestimmungen der Welterbekonvention verletzt hat, nach dem sie die UNESCO zum fr\u00fchestm\u00f6glichen Zeitpunkt \u2013 d.h. vor Beginn des Wettbewerbs und nicht erst 2020, nachdem er entschieden war \u2013 die Planungen, d.h. die Wettbewerbsunterlagen, h\u00e4tte vorlegen m\u00fcssen. Es ist sehr schwer erkl\u00e4rlich, warum dies nicht geschehen ist, wo die Stadt doch eine Welterbebeauftragte besch\u00e4ftigt. Danach konnte die UNESCO nur noch auf die bereits geschaffenen Fakten reagieren.<br><br><strong>4.) <\/strong>Die Stadt beruft sich auf ein Schreiben der UNESCO vom November 2022, in dem ICOMOS International die Entscheidung der Stadt Goslar, das Gebiet der Kasernengeb\u00e4ude und den Parkplatz neu zu gestalten, begr\u00fc\u00dft und klarstellt \u201edass das geplante Projekt &#8220;KaiserpfalzQuartier&#8221; innerhalb der Grenzen der &#8220;Historischen Altstadt Goslar&#8221; eine Aufwertung des derzeit mit gew\u00f6hnlicher Bebauung des 20. Jahrhunderts belegten Areals darstellt und seine Umsetzung daher keine erhebliche Beeintr\u00e4chtigung der Integrit\u00e4t und Authentizit\u00e4t des Welterbes mit sich bringt&#8221;. Wenn dieses Schreiben tats\u00e4chlich insgesamt so positiv ausgefallen ist wie behauptet, h\u00e4tte die Stadt mit einer fr\u00fchzeitigen Ver\u00f6ffentlichung viele Unklarheiten vermeiden und ihrer Sache einen gro\u00dfen Dienst erweisen k\u00f6nnen. Auf unsere Anfrage nach Zusendung dieses Schreibens \u2013 an dessen im Zusammenhang mit dem bevorstehenden B\u00fcrgerentscheid ein berechtigtes \u00f6ffentliches Interesse besteht \u2013 teilte uns die Stadt aber mit: \u201eGrunds\u00e4tzlich wird institutioneller Schriftwechsel, wie der in Rede stehende, \u2026, weder ver\u00f6ffentlicht noch etwaigen Privatpersonen zur Verf\u00fcgung gestellt.\u201c Damit bleiben Zweifel bestehen, ob die \u00d6ffentlichkeit alles wei\u00df, was sie wissen sollte.<br><br>In der Summe ergibt sich f\u00fcr uns damit weiterhin die Forderung nach einem Neustart des Projekts, in dem in der direkten Umgebung eines Denkmals von herausragender internationaler Bedeutung den Belangen des Denkmalschutzes in jeder Hinsicht Vorrang vor wirtschaftlichen \u00dcberlegungen gegeben, die von der Welterbekonvention vorgegebenen Prozeduren strikt eingehalten und gegen\u00fcber der \u00d6ffentlichkeit jederzeit volle Transparenz gewahrt werden.<\/p><\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"section-g087c17\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-g087c17 gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><h4 class=\"gutentor-text\"><br><br>World Heritage Watch: Entwurf f\u00fcr das \u201eKaiserpfalzquartier\u201c in Goslar ist ein Angriff auf das Welterbe<\/h4><\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"section-gd14e90\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-gd14e90 gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><p class=\"gutentor-text\">Berlin, 3. April 2024<br><br>World Heritage Watch ruft die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger der Stadt Goslar auf, beim B\u00fcrgerentscheid zum Kaiserpfalzquartier am 7. April bei der Frage: \u201eSind Sie beim Neubau der Veranstaltungshalle im Kaiserpfalzquartier gegen eine finanzielle Beteiligung der Stadt an den Baukosten?\u201c mit Ja zu stimmen und damit die finanzielle Beteiligung der Stadt Goslar an dem Projekt abzulehnen. Nur so k\u00f6nne die Diskussion \u00fcber das Vorhaben, das die Stadt spalte, neu gef\u00fchrt und zu einem einvernehmlichen Ende gebracht werden.<br><br>\u201eDer zur Diskussion stehende Entwurf des B\u00fcros Nieto Sobejano ist in stadtplanerischer, architektonischer und konzeptioneller Hinsicht verfehlt und eine Attacke auf das Welterbe\u201c, erkl\u00e4rt Stephan D\u00f6mpke (69), Vorsitzender von World Heritage Watch. \u201eWir fragen uns, wie er von einem Gremium bef\u00fcrwortet werden konnte, das mit Fachleuten f\u00fcr das Welterbe besetzt war. Hier sind die Ma\u00dfst\u00e4be v\u00f6llig verloren gegangen.\u201c Das Grundst\u00fcck d\u00fcrfe wegen seiner enormen Bedeutung in der Umgebung der Kaiserpfalz auch nicht an private Investoren verkauft werden, sondern m\u00fcsse im Eigentum der Stadt bleiben.<br><br>Angesichts des Leerstands von zwei Hotels in den ikonischsten H\u00e4usern des historischen Stadtkerns \u2013 dem Hotel Kaiserworth und dem Hotel Brusttuch &#8211; verbiete sich der Bau eines weiteren Hotels, das die Aussichten auf einen wirtschaftlichen Betrieb dieser H\u00e4user zus\u00e4tzlich in Frage stellen w\u00fcrde. Falls \u00fcber diese H\u00e4user hinaus Bedarf an zus\u00e4tzlichen Betten entstehe, sollte die Stadt Konzepte f\u00fcr die m\u00f6gliche touristische Nutzung anderer leerstehender H\u00e4user in der Altstadt erarbeiten.<br><\/p><\/div><\/div>\n\n\n\n<section id=\"gme0dc549\" class=\"wp-block-gutentor-m4 section-gme0dc549 gutentor-module gutentor-advanced-columns\"><div class=\"grid-container\"><div class=\"grid-row\">\n<div id=\"col-gm4282c2\" class=\"wp-block-gutentor-m4-col col-gm4282c2 gutentor-single-column  grid-lg-6 grid-md-12 grid-12\"><div id=\"section-gm4282c2\" class=\"section-gm4282c2 gutentor-col-wrap\">\n<div id=\"section-g409f5f\" class=\"wp-block-gutentor-e6 section-g409f5f gutentor-element gutentor-element-image\"><div class=\"gutentor-element-image-box\"><div class=\"gutentor-image-thumb\"><img decoding=\"async\" class=\"normal-image\" src=\"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/augsburg-l.jpg\"\/><\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"col-gma92526\" class=\"wp-block-gutentor-m4-col col-gma92526 gutentor-single-column  grid-lg-6 grid-md-12 grid-12\"><div id=\"section-gma92526\" class=\"section-gma92526 gutentor-col-wrap\">\n<div id=\"section-g52838e\" class=\"wp-block-gutentor-e6 section-g52838e gutentor-element gutentor-element-image\"><div class=\"gutentor-element-image-box\"><div class=\"gutentor-image-thumb\"><img decoding=\"async\" class=\"normal-image\" src=\"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/lageplan-l.jpg\"\/><\/div><\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/section>\n\n\n\n<div id=\"section-gf4583a\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-gf4583a gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><p class=\"gutentor-text\">World Heritage Watch spricht sich f\u00fcr eine kulturelle Nutzung des Standortes aus, die nicht nur \u00fcberwiegend ausw\u00e4rtigen (Konferenz-)Besuchern, sondern in erster Linie der Bev\u00f6lkerung der Stadt Angebote macht. Dazu sollten ein Museum, R\u00e4umlichkeiten f\u00fcr gr\u00f6\u00dfere und kleinere Ausstellungen sowie Veranstaltungss\u00e4le geh\u00f6ren, die sowohl f\u00fcr Konferenzen als auch f\u00fcr Konzerte geeignet sind und daher Platz f\u00fcr deutlich mehr als 500 Personen bieten m\u00fcssen.<br><br>Die vorgeschlagene Allerweltsarchitektur mit Schie\u00dfschartenfenstern und Flachd\u00e4chern lehnt World Heritage Watch kategorisch ab. Im direkten Umfeld der Kaiserpfalz, der Domvorhalle und des Amtsgerichts d\u00fcrfe eine Architektur, die sich gegen das historische Erbe verselbst\u00e4ndigt, nicht geduldet werden. Vielmehr sei eine Architektur gefragt, die sich in dieses historische Erbe einf\u00fcgt und dessen visuelle und \u00e4sthetische Integrit\u00e4t achtet und nicht besch\u00e4digt. Daf\u00fcr sollte die Stadt zusammen mit Fachleuten und der Goslarer B\u00fcrgerschaft entsprechende Vorgaben erarbeiten.<br><br>World Heritage Watch stimmt dem Ziel einer Bodenentsiegelung und einer Freiluftnutzung (\u201eStiftsgarten\u201c) mit hoher Aufenthaltsqualit\u00e4t anstelle des heutigen Parkplatzes zu, durchaus auch mit einem gastronomischen Angebot wie z.B. einem Caf\u00e9 mit Blick auf die Kaiserpfalz, das an diesem Ort bisher fehlt. Eine kreisf\u00f6rmige eingesenkte Fl\u00e4che w\u00fcrde jedoch nicht wie vom B\u00fcro \u201ensp Landschaftsarchitekten Stadtplaner\u201c behauptet, auf die Fundamente des abgerissenen Doms an dieser Stelle hinweisen, sondern durch ihre Form jede Erinnerung daran \u00fcberdecken. Deshalb m\u00fcsse eine steinerne, als Sitzgelegenheit nutzbare Anordnung unbedingt den Grundriss des Doms nachzeichnen.<br><br>Kontakt: Stephan D\u00f6mpke (0151) 1167-4691<\/p><\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"section-g3f2d9f\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-g3f2d9f gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><h4 class=\"gutentor-text\">Downloads<\/h4><\/div><\/div>\n\n\n\n<div id=\"section-g89aa36\" class=\"wp-block-gutentor-e1 section-g89aa36 gutentor-element gutentor-element-advanced-text\"><div class=\"gutentor-text-wrap\"><p class=\"gutentor-text\">> <a href=\"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-content\/uploads\/2024\/04\/Presseerklaerung-Kaiserpfalzquartier-03-04-2024.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Presseerkl\u00e4rung Kaiserpfalzquartier 03-04-2024<\/a><\/p><\/div><\/div>\n<\/div><\/div>\n<\/div><\/div><\/section>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"template-gutentor-full-width.php","meta":{"_monsterinsights_skip_tracking":false,"_monsterinsights_sitenote_active":false,"_monsterinsights_sitenote_note":"","_monsterinsights_sitenote_category":0,"footnotes":""},"class_list":["post-1542","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1542","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1542"}],"version-history":[{"count":9,"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1542\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1956,"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1542\/revisions\/1956"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/world-heritage-watch.org\/content\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1542"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}